(bürgerlich: Kollodzieyski) in Berlin geboren am 20. November 1937- Spross einer Berliner Musikerdynastie (Großvater: Walter Kollo – Vater: Willi Kollo). Die Liebe zur Musik scheint ihm in die Wiege gelegt worden zu sein. Sowohl sein Vater, der Komponist und Librettist Willi Kollo, als auch sein Großvater, der bekannte Operettenkomponist Walter Kollo, hatten sich der Musik verschrieben. Nach den Wirren des Krieges besucht René Kollo das Carl-Hunnius-Internat in Wyk auf Föhr. Nach seinem Schulabschluss beginnt er eine Ausbildung auf der Hamburger Fotoschule Schwoerer um Kameramann zu werden, obwohl ihn eigentlich Musik und auch das Dirigieren mehr interessieren. Erst Mitte der begann er selber Musik zu machen. Er spielte als Autodidakt auf dem Schlagzeug, dem Kontrabaß, der Gitarre in zahlreichen 1991_Rene_Kollo.jpgJazzkellern. Schauspielunterricht nahm er in Berlin bei Else Bongers und um seine Stimme für Musicalpartien zu schulen verschlug es ihn zur renommierten Opernsängerin Elsa Varena. Diese erkannte schnell René Kollos Begabung und formte den künftigen Heldentenor künstlerisch und technisch. Die Schallplattenfirma Polydor hatte mit dem 20-jährigen René Kollo zu dieser Zeit einen Plattenvertrag abgeschlossen. Mit der deutschen Version von „Hello, Mary Lou“ begann er hier seine Karriere.

Im Staatstheater Braunschweig trat er 1965 sein erstes Engagement als Tenor an und 1967 (bis 1971) wechselte er als erster lyrischer Tenor an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf und sang Hauptrollen in Opern von Mozart, Verdi, Puccini und Janacek. Schlagersängerin „Dorthe“ Larsen heiratet er 1967 und wird Vater von Tochter Nathalie. Die Oper Parsifal in Darmstadt leitet er 1986 als Regisseur und das Metropol-Theater als Intendant ab 1996. Sein 30-jähriges Bühnenjubiläum feierte er 1996. In zweiter Ehe ist René Kollo seit 1982 mit der französischen Ballett-Tänzerin Beàtrice Bouquet verheiratet, mit der er drei Kinder hat.

Auszeichnungen:      
1979   Bundesverdienstkreuz am Bande, Hermann-Löns-Medaille 
1991   Paul-Lincke-Ring   
1994   Bundesverdienstkreuz 1. Klasse  

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