wurde am 6. August 1910 im schweizerischen Näfels (Kanton Glarus) geboren.

1_friedrich_schrder.jpgDie Familie zieht 1914 nach Stuttgart. Hier bekommt er Violinunterricht, etwas später erlernt er das Klarinettenspiel und nimmt auch Klavierunterricht. Nach dem Abitur (1927) studierte er Musik in Stuttgart und Münster (Westfalen). Die Familie übersiedelt dann, 1929, nach Berlin. Friedrich Schröder setzt sein Musikstudium an der Hochschule für Musik, fort. Während seines Studiums komponierte er zahlreiche Filmmusiken. Im Sog der Weltwirtschaftskriese verliert er das Legat seines Vaters. Er schlägt sich als Notenkomponist durch und kam dadurch mit Werner Schmidt-Boelke und Peter Kreuder zusammen. Noch als Musikstudent heiratet er, 1931, die 19jährige Lieselotte Weidenhaupt. Schröder wird Peter Kreuders Arrangeur. 

Der erste gemeinsame Film „Mazurka“entsteht, welchem weitere 20 Filme folgen sollen. Eine seiner ersten und noch heute beliebten Film- melodien „Ich tanze mit dir in den Himmel hinei“ entsteht. Lilian Harvey und Willy Fritsch waren die ersten Interpreten. In diesen Jahren bahnen sich auch enge berufliche Verbindungen zu Günter Schwenn und Will Meisel an. Sein Sohn Ulrich wird 1941 geboren. Aus einer Beziehung zu der Sängerin Gudrun Emmerich wird, 1943, seine Tochter „Simone“ geboren. Schröder wird 1942 von Militärdienst freigestellt und als Dirigent und Arrangeur an das Deutsche Tanz- und Unterhaltungsorchester nach Prag versetzt. Bei Kriegsende kommt er in ein Internierungslager, aus dem Musikerkollegen ihn mit einem Krankenransport am 15. Juli 1945 nach Berlin schmuggeln. 
Nach langem Klinikaufendhalt wird Schröder im Frühjahr 1972 nach Hause entlassen. Er braucht eine 24-Stunden Betreuung. Gudrun Emmerich, die Mutter seiner Tochter Simone und Lilo Schröder teilen sich die Betreuung. Gudrun Emmerich am Tage, Lilo Schröder bei Nacht. Die beiden Frauen begegnen sich nie, sie respektieren aber die Notwendigkeit und den Anspruch der Betreuung. Friedrich Schröder verstirbt am 25. September 1972 in der Stadt seiner größten Erfolge – Berlin, in seiner Wohnung.

Operetten:
Hochzeitsnacht im Paradies - Nächte in Changhai - Chanel Nr.  5
Das Bad auf der Tenne - Die große Welt – Isabella

Lieder / Schlager:
Ich tanze mit dir in den Himmel hinein – So stell ich mir die Liebe vor – Man müsste Klavier spielen können – Liebling, was wird nun aus uns beiden? – Komm mit mir nach Tahiti -  Ein Glück das man sich so verlieben kann – Gnädige Frau wo war`n sie gestern? – Träume kann man nicht verbieten.

Quelle: Bild mit Genehmigung Archiv Felix Bloch Erben Verlag, Berlin

Berliner Luft